Diwan
Neue Musik vom arabisch-afrikanischen Schnittpunkt
Der
Sudan ist in vielerlei Hinsicht ein Knotenpunkt der Kulturen.
Arabische Tonsysteme treffen hier auf die Rhythmen und Melodien
Schwarzafrikas, das Vokabular des Blues und Jazz auf die Folklore
des Nilufers, der Steppen- und Wüstenregionen.
Das Konstanzer Trio um den Exil-Sudanesen Mohamed Badawi
schöpft aus dem Reichtum des größten afrikanischen
Landes und formt es zu einer neuen Sprache. Badawi, der aus
einer Sufi-Familie stammt und 1984 emigrierte, leitet mit
Gesang, Oud und verschiedenen Perkussionsinstrumenten durch
seine Arrangements, die vom Saxofonisten Volker Wagner, in
orientalischen Farben versiert, mit lebendigen Improvisationen
erfüllt werden.
Erweitert wird der schillernde Orient-Okzident-Klang durch
Paul Amrod, der eine Ausbildung bei Leonard Bernstein genießen
konnte und ein weites Terrain zwischen Klassik und Jazz befahren
hat und den Violonisten Johannes Grütter, ebenfalls Grenzgänger
zwischen philharmonischen und jazzigen Aktivitäten.
Mal eher arabesk, mal fast in europäischer Melodik schwelgend
entführt das Ensemble in eine hierzulande noch recht
unbekannte Welt – und setzt in Zeiten des sogenannten
Kampfes der Kulturen auf Aussöhnung und Miteinander der
Stile und Glaubensrichtungen.
- Mohamed Badawi - Oud. Gesang, Percussion
- Paul Amrod - Klavier
- Andrea Bennett - Cello
- Volker Wagner - Sax
Hörbeispiele unter:
www.diwan-music.com
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